
Einige Zeit, bevor ich mich mit dem Coronavirus infizierte, klingelte mein Wecker um 6.00 Uhr morgens und ich übte eine halbe Stunde Yoga, bevor ich mich den alltäglichen Dingen widmete. An den Wochenenden nahm ich mir irgendwann (meistens vormittags) Zeit dafür.
Dann kam Corona und ich war einige Wochen außer Gefecht gesetzt. Nicht nur, dass ich meine eigene Yogapraxis nicht mehr vertiefen konnte, musste ich die Yogakurse canceln. Es war ein Dilemma. Dass ich die Yogakurse wieder abhielt, als es mir besser ging, war kein Thema. Meine Yoginis und ich hungerten regelrecht danach. Meine eigene Yogapraxis übte ich nur noch sporadisch aus. Ich hatte den Faden verloren …
Friede beginnt damit, dass sich jeder von uns jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert. (Thích Nhất Hạnh)
Wem eine Morgenroutine mit Meditation, Yoga und Jogging oder Walking gelingt, hat meinen größten Respekt. Thomas z. B. ist dem 5-Uhr-Klub beigetreten. Er nimmt sich jeden Tag bewusst Zeit für sich selbst noch vor Arbeitsbeginn. Das bereichert sein Leben.
Mit diesem Ritual steigert er seine Kreativität, erzielt Gesundheit und innere Gelassenheit. Ich bewundere ihn für seine Disziplin. Hier kannst du mehr darüber erfahren.

Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst. (Dalai Lama)

… So konnte und wollte ich nicht mehr weitermachen. Es fehlte etwas in meinem Alltag. Also hörte ich auf meine innere Stimme und fragte mich: Wo steht, dass man Yoga zu einer bestimmten Zeit üben soll? Es galt, eine Möglichkeit zu finden. Ich musste nicht lange überlegen, denn Yoga ist nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken.
Heute integriere ich meine Yogapraxis in den Nachmittag oder Abend, so wie sie gerade reinpasst. In der Regel sind es 20-30 Minuten, in denen ich mich meiner eigenen Yogapraxis widme. Es muss nicht immer eine Stunde sein. 10 Minuten reichen aus, um in die Tiefen des Yoga zu tauchen.
Namasté Tanja