Liebe und Hingabe. Was wäre passender als zum Fest der Liebe über diese machtvollen Worte zu sinnieren? Aber was bedeuten sie genau? Im Grunde hat Hingabe immer etwas mit Liebe zu tun. Nur um ein Beispiel zu nennen. Mit Liebe und Hingabe leite ich meine Yogakurse an. Mit Liebe und Hingabe nehmen meine Yoginis daran teil. Es ist ein Geben und Nehmen. Es muss aber nicht immer ein Tun sein. Man kann sich auch mit seinen Sinnen etwas hingeben. Die Meditation ist das beste Beispiel dafür. Es gelingt mir nicht immer, aber mit all meinen Sinnen gebe ich mich der Meditation hin und bin ganz in meinem SEIN.
Liebe

Eine Definition von Liebe von Swami Sivananda (bekannter indischer Yoga-Meister) lautet: “Liebe ist Leben. Liebe ist Freude. Liebe ist Wärme. Liebe ist das goldene Band, das Herz an Herz und Seele an Seele bindet“. Liebe bedeutet aber auch loszulassen. Wenn wir nicht loslassen können, uns zu sehr an etwas (an)hängen, sind wir weit von der Liebe entfernt. Wie lernt man loszulassen? Mitunter durch Selbstliebe. Ein guter erster Schritt zu mehr Selbstliebe ist, dass man damit beginnt, sich selbst jeden Tag Aufmerksamkeit und Fürsorge entgegenzubringen. Wie, wenn nicht mit Yoga? Indem wir Körper, Geist und Seele in Einklang bringen, gelangen wir zu unserem SEIN und somit zur Selbstliebe. Das hat nicht nur auf uns positive Auswirkungen, sondern auch auf unser Umfeld. Eines unserer Grundbedürfnisse ist, Liebe zu geben und geliebt zu werden. Womit wir bei der Hingabe wären.
Hingabe

Laut Duden ist Hingabe ein rückhaltloses Sichhingeben für jemanden oder etwas verbunden mit einer großen inneren Beteiligung und oftmals mit Leidenschaft und Eifer. Hingabe bedeutet aber auch, sich frei vom eigenen Ego zu machen, an nichts anzuhaften. Gelingt das, kann man sich mit Leidenschaft und ganzem Herzen hingeben. Wer sich hingibt, gewinnt Freude am Leben. Beim Yoga erlebe ich nicht nur bei meinen Teilnehmern, sondern manchmal bei mir selbst, dass ich mich meiner Praxis nicht mit all meinem SEIN hingeben kann. Bin ich jedoch in mir ruhend, kann ich mit Herz und Liebe bei der Sache sein. Deshalb mache ich meine Yoginis beim Ausüben der Asanas immer darauf aufmerksam, Atem und Bewegung bewusst miteinander zu verbinden. Sich voll und ganz diesem Gefühl hinzugeben. Loszulassen. Das ist die Essenz. Wer sich hingeben kann, erfährt wahre Liebe.
Das innerste Wesen der Liebe ist Hingabe. (Edith Stein)

Wenn du dich mit Liebe und Hingabe deiner täglichen Yogapraxis widmet, kommst du bei all dem Trubel der Vorweihnachtszeit zur inneren Ruhe, zur Selbstliebe, ins SEIN und erlebst somit ein entspanntes Fest der Liebe.
Namasté Tanja